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Zucker und seine Alternativen – was ist wirklich gesünder?

7. Februar 2016

Je mehr ich mich mit Zucker auseinandersetze und versuche, Informationen zu sammeln, desto häufiger kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. In Foren oder Facebook-Gruppen entstehen regelrechte Diskussionen darüber, wie schlimm Zucker tatsächlich ist und welche Alternativen die besten sind. Selbst in “zuckerfreien”-Gruppen gibt es Personen, die auf Agavendicksaft schwören. In den Supermärkten findet man mittlerweile ganze Regale voll von angeblich “gesünderen” Zuckerersatzstoffen, die dem Käufer durch eine gewisse Natürlichkeit ans Herz gelegt werden. Und trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass um Zucker, und vor allem Fruchtzucker, manchmal wirklich ein Geheimnis gemacht wird – als ob man nicht darüber sprechen sollte.

Zuckeralternativen

Wenn wir über Zucker sprechen, dann meinen wir mit der Bezeichnung meistens den weißen Haushaltszucker. Haushaltszucker, auch Saccharose gennant, ist eine Mischung aus Glucose und Fructose im Verhältnis 1:1 – Haushaltszucker besteht also aus 50% Glucose und 50% Fructose.

Das gleiche Mischverhältnis von Glucose und Fructose findet man nicht nur in Haushaltszucker sondern auch in braunem Zucker, Rohrohrzucker, Puderzucker, Rohrzucker, Rübenzucker u.a..
Die Zuckerarten unterscheiden sich lediglich minimal durch ihren Mineraliengehalt und ihre Farbe – eine gesündere Alternative zu weißem Zucker sind sie somit auf keinen Fall.
Doch was genau macht den Zucker denn eigentlich ungesund?

Werfen wir doch mal einen genaueren Blick auf die beiden Bestandteile von Haushaltszucker.

Glucose, oder auch Traubenzucker, ist ein Einfachzucker und gehört zu den Kohlenhydraten. An Glucose kommen wir nicht vorbei, denn es ist Bestandteil von so gut wie allen Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen. Ganz egal ob wir Obst, Gemüse, Brot, Quark oder Fleisch essen, wir nehmen automatisch Glucose zu uns – und das ist auch erstmal sinnvoll.
Glucose gibt unserem Körper Energie und nur durch diese Energie können wir überhaupt funktionieren.

Fructose, oder auch Fruchtzucker, ist ebenfalls ein Einfachzucker und gehört zu den Kohlenhydraten. In der Natur finden wir Fructose vor allem in Obst und Gemüse oder auch im Honig. Auch hier treffen Fructose und Glucose also wieder aufeinander, jedoch wird das Mischverhältnis deutlich von der Fructose (ca. 65%) dominiert.
Und auch wenn das Wort “Frucht” in Fruchtzucker uns etwas gesundes suggeriert, ist unser Körper, im Gegensatz zu Glucose, nicht auf Fructose angewiesen.

Während Glucose den Körper bei vielen Prozessen unterstützt und an allen Ecken gebraucht wird, kann der Körper mit Fructose nichts anderes tun, als sie zu 90% zur Leber zu schicken. Die Leber ist übrigens eines unser wichtigsten Entgiftungsorgane. Als “Gift” wird die Fructose mittlerweile von einigen Wissenschaftlern bezeichnet, die bei Studien zu Fruchtzucker erschreckende Ergebnisse erhielten: Für unser Gehirn gibt es keine großen Unterschiede zwischen Kokain und Fruchtzucker. Kokainsüchtige Ratten, denen man sowohl Kokain als auch Fruchtzucker vorsetzte, entschieden sich überdurchschnittlich häufig für den Zucker – ein deutliches Zeichen dafür, dass Fructose eine möglicherweise stärkere Suchtwirkung hat als Kokain.

Ebenso erschreckend sind die Folgen für die Leber durch zu hohen Fructoseverzehr.
Wer auf Dauer zu viel Fructose zu sich nimmt läuft Gefahr, eine Fettleber zu entwickeln – und das ganz ohne Alkohol.
Und ein Zuviel an Fructose hat man schneller konsumiert als man denkt. Abgesehen davon, dass heutzutage Unmengen an Lebensmitteln Fructose hinzugefügt wird, liegt es vor allem daran, dass im Unterschied zur Glucose, welche nach dem Verzehr ein Sättigungsgefühl hervorruft, eben dieses Sättigungsgefühl nicht auslöst, sondern das Verlangen nach mehr Fructose sogar immer weiter ansteigt.

Wir können also festhalten, dass die Fructose den Zucker zu großen Teilen ungesund macht.

Das bedeutet jedoch auf keinen Fall, dass wir kein Obst mehr essen sollten. Für den Körper macht es einen großen Unterschied, ob wir ein ganzes Stück Obst, mit all seinen Vitaminen, Mineralien, Ballasstoffen und eben auch dem Fruchtzucker zu uns nehmen, oder hoch konzentrierte & industriell hergestellte Fructose essen.
Leider findet man immer weniger Lebensmittel, außer den komplett natürlichen, denen kein zusätzlicher Zucker zugefügt wurde. Schaut beim Einkaufen mal genau auf die Inhaltsstoffe. Findet ihr dort Bezeichnungen wie z.B. Dextrin, Dextrose, Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtsüße, Fructosesirup, Fructose-Glucosesirup, Gerstenmalz, Glucosesirup, Inulin, Karamellsirup, Magermilchpulver, Maltose, Weizendextrin u.v.m, dann wisst ihr, dass dem Produkt extra Zucker hinzugefügt wurde.

Auch wenn ich absolut pro-Obst bin, bin ich der Meinug, dass man auch Obst nicht in riesigen Mengen zu sich nehmen sollte. Vor allem durch Säfte konsumiert man sehr schnell große Mengen an Zucker und ein Großteil der gesunden Bestandteile von Obst fehlen im Saft.

Nun schauen wir uns mal ein paar der aktuell beliebten Zuckerersatzstoffe an und werfen einen Blick auf die jeweiligen Fructosegehalte.

Zucker Alternativen gesund ungesund Fruchtzuckerangaben_2

 Mit dem höchsten Anteil an Fructose steht auf Platz 1 der ungesunden Zuckerersatzstoffe ganz klar der Agavensirup/Agavendicksaft.
Leider gehört er durch die perfide Vermarktung momentan scheinbar zu den beliebtesten Zucker-Alternativen. Als Vorteil gegenüber Haushaltszucker wird mit dem geringen glykämischen Index geworben, der auch der Wahrheit entspricht. Doch ändert auch der GI nichts an dem bis zu 90% Anteil an Fructose. Und da Fructose nicht insulinabhängig verstoffwechselt wird, kann sie natürlich auch keine Auswirkungen auf den Insulinhaushalt haben.
Apfeldicksaft fällt übrigens in die gleiche Kategorie wie Agavendicksaft und sollte unbedingt vermieden werden.

Keinen großen Unterschied zum Fructosegehalt des Haushaltszucker hat der Kokosblütenzucker. Auch hier wird mit der “Natürlichkeit” des Zuckers geworben. Im Vergleich zum Haushaltszucker enthält Kokosblütenzucker immerhin auch ein paar gute Mineralstoffe wie z.B. Eisen, Magnesium, Zink und Kalium. Da die Menge der enthaltenen Mineralstoffe jedoch sehr gering ist, sollte der Kokosblütenzucker nicht anders bewertet werden als weißer Zucker.

Mit durchschnittlich 40% Fructose schneiden Ahornsirup und Honig immerhin besser ab als üblicher Zucker. In Kanada und Nordamerika hat Ahornsirup (Maple Syrup) Traditionscharakter, bei uns kommt häufiger Honig auf den Tisch. Sowohl Ahornsirup als auch Honig enthalten einige gute Mineralstoffe & Vitamine und haben sogar antioxidative Eigenschaften und eine entzündungshemmende Wirkung.
Ahornsirup und Honig schneiden auf jeden Fall besser ab als Zucker, sollten aufgrund des immer noch hohen Anteils an Fructose trotzdem nur in geringen Maßen verzehrt werden.

Datteln verfügen mit ihrem Fructosegehalt von ca. 30% über eine ziemlich hohe Süßkraft und werden vor allem gerne für rohe Süßspeisen (z.B. rohen Kuchen oder rohe Energiebällchen) genutzt. Der Glucosegehalt liegt bei Datteln sogar ein bisschen über dem Fructosegehalt – der Körper kann aus den Datteln also auch Nutzen ziehen.
Datteln sind somit eine gute Alternative, sollten jedoch nicht übermäßig verzehrt werden.

Wenn auch von der Konsistenz sehr ähnlich, so unterscheiden sich Reissirup und Agavendicksaft grundlegend voneinander. Reissirup ist eines der ältesten Süßungsmittel und hat seinen Urpsrung in Asien. Er enthält keine Fructose sondern setzt sich aus Glucose, Maltose, Oligosaccharide und Mineralstoffen zusammen. In Bezug auf Fructose ist Reissirup wohl die beste und gesündeste Alternative. Jedoch sollte man hier den Glykämischen Index, der im hohen Bereich liegt, nicht außer Acht lassen.
Reissirup gehört zu meinen Favoriten beim Backen und Süßen von Speisen.

Xylit gehört zur Gruppe der Zuckeralkohole und ist den meisten eher unter dem Namen Birkenzucker bekannt. Sowohl der Fructosegehalt als auch der Glykämische Index sind sehr gering. Sehr praktisch ist, dass Zucker 1:1 durch Xylit ersetzt werden kann, da es über die gleiche Süßkraft verfügt.
Eine Besonderheit, die man bei keinem der anderen Süßungsmittel findet, ist die antikariogene Wirkung von Xylit. Antikariogen bedeutet, dass Xylit sowohl über kariesvorbeugende als auch kariesreduzierende Eigenschaften verfügt.
Ein Nachteil von Xylit ist, dass er bei manchen Menschen anfangs eine abführende Wirkung aufweist oder in seltenen Fällen auch zu Bauchschmerzen oder Blähungen führen kann.
Beim Kauf von Xylit sollte man darauf achten, dass man qualitativ hochwertigen Birkenzucker nimmt, und nicht die die Variante, die aus Mais hergestellt wird.
Ich benutze Xylit gerne zum Backen, jedoch nicht in allzu großen Mengen.
Im Alltag benutze ich Xylit vor allem gerne als Pastillen oder Kaugummis.

 Zwei weitere Alternativen, die ich selbst jedoch noch nie probiert habe, sind Stevia und Erythrit.
Stevia ist ein Zuckerersatzstoff, der weder Kalorien noch Fructose enthält und keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel hat. Stevia soll einen relativ starken Eigengeschmack haben und schmeckt dementsprechend vielleicht nicht jedem.
Erythrit gehört, wie Xylit, zu den Zuckeralkoholen, und ist sehr kalorienarm. Die abführende Wirkung ist deutlich geringer als bei Xylit, da Erythrit hauptsächlich durch den Dünndarm aufgenommen wird und über die Nieren wieder ausgeschieden wird. Die Süßungskraft von Erythrit liegt bei ca. 70% im Vergleich zu Haushaltszucker.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es keinen perfekten Ersatz für Haushaltszucker gibt.
Auch die gesünderen Alternativen sollten in Maßen genutzt werden. Wenn man sich wirklich gesünder ernähren möchte, dann kommt man nicht drumrum seinen Zuckerkonsum zu verringern, viele frische und selbstgekochte Speisen zu essen und die Verpackungen genau zu lesen.

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31 Comments

  • Reply Julia 8. Februar 2016 at 9:14

    Ein super spannender Artikel. Ich schaue immer mit Verwunderung auf die neuesten Trends im Zuckerbereich. Abgesehen davon, dass sie selten gesünder sind als normaler Zucker, werden sie auch oft von überall aus der Welt importiert, was ökologisch gesehen keinesfalls ideal ist. Da bleibe ich lieber beim Haushaltszucker oder dem Honig aus der Region.

    Liebe Grüße,

    Julia

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 11. Februar 2016 at 12:57

      Liebe Julia, da muss ich dir Recht geben. Aus ökologischer und nachhaltiger Sicht, ist es wirklich sinnvoll, auf Produkte zurückzugreifen, die nicht schon eine kleine Weltreise hinter sich haben. Ein wichtiger Punkt, den man in viele Entscheidungen mit einbeziehen sollte.
      Liebe Grüße

  • Reply Ginni 8. Februar 2016 at 9:25

    Eine tolle Übersicht! Ich habe mich auch schon so manches mal gewundert, warum andere mit Agavendicksaft backen oder auf Kokosblütenzucker schwören, obwohl sie nicht wirklich viel gesünder sind als der Haushaltszucker.
    Ich versuche, so gut wie es geht, komplett auf Zucker zu verzichten. Wenn es sein muss, nutze ich beim Backen zum bSüßen dann gerne Datteln oder matschige Bananen. Flüssiges Stevia habe ich hier auch, ich mag den Eigengeschmack und finde es gut verträglich. Erythrit habe ich auch da, vertrage ich aber nicht so gut.
    Ginni kürzlich veröffentlicht…Grüne Tonerde & Niemöl gegen Post-Pill-geplagte HautMy Profile

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 11. Februar 2016 at 13:00

      Liebe Ginni,
      mit matschigen Bananen lassen sich wirklich tolle Dinge backen. Die Variante nutze ich gerne, wenn ich für unsere Tochte backe, denn damit fühle ich mich einfach am sichersten.
      Ich denke, dass die Werbung tatsächlich viele bei ihren Kaufentscheidungen leitet – wenn die Werbung sagt, dass etwas gesund ist, dann vertrauen viele auch darauf, dass es wohl stimmen wird.
      Liebe Grüße

  • Reply Münchner Fitness-Blogger 8. Februar 2016 at 9:53

    Ein interessanter Artikel über Zucker und Zuckerersatzstoffe. Habe den Link auf meiner Facebook Fanpage geteilt.

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 11. Februar 2016 at 13:01

      Vielen lieben Dank für das Teilen des Artikels.
      Liebe Grüße

  • Reply Einbisschengrüner 8. Februar 2016 at 10:34

    Super Artikel! Dann hab ich ja alles richtig gemacht damit keinen Agavendicksaft zu nutzen 🙂
    Danke für die tolle Zusammenstellung! 🙂

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 11. Februar 2016 at 13:03

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar.
      Ich werde mich gleich mal auf deinem Blog umschauen, den kenne ich noch gar nicht 🙂
      Liebe Grüße

  • Reply Sarah 8. Februar 2016 at 10:51

    Wow also die Sache mit dem Agarvensirup hat mich echt überrascht, liest man doch überall dass es gerade für Kinder die gesündere Alternative ist.
    Der Versuch mit den Ratten scheint mir nur irgendwie nicht nachvollziehbar. Vielleicht haben auch die Ratten einen Spürsinn dafür, was ungesünder ist und sich deshalb etwas häufiger am Zucker bedient. Vielleicht entzieht das Kokain dem Körper auch so viele Nährstoffe, dass sie versucht haben, es über den Zucker wieder aufzunehmen.

    Auf der anderen Seite merke auch ich oft eine Art Abhängigkeit. Dieser Heißhunger auf Süßkram ist wirklich komisch, daher kann ich mir gut vorstellen, dass es süchtig macht. Ich glaube da allerdings eher an eine geistige Abhängigkeit, denn Zucker setzt endorphine frei und wie oft belohnt man sich mit Dingen, die Zucker enthalten.

    Ich glaube dein letzter Absatz ist entscheidend. Es ist wie in vielen Dingen: Selbstdisziplin ist eben das allerwichtigste. Aber danke für den Denkansatz, Ann-Kathrin.

    LG Sarah

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 11. Februar 2016 at 13:15

      Liebe Sarah,
      leider kann Zucker tatsächlich richtig abhängig machen. Das merkt man aber oft erst dann, wenn man versucht auf Zucker zu verzichten. Die ersten Tage, in denen ich kein Zucker mehr gegessen habe, waren übel. Heißhungerattacken, Kopfschmerzen, Zittern,…und von anderen weiß ich, dass es ihnen noch schlechter ging als mir.
      Warum genau sich die Ratten auf den Zucker gestürzt haben kann ich auch nicht erklären. Es hat aber mittlerweile schon einige Tests in die Richtung gegeben, die alle ein ähnliches Resultat hatten.
      Ich werde das Thema auf jeden Fall weiter verfolgen und bei Neuigkeiten auch gerne wieder darüber berichten.
      Liebe Grüße

  • Reply Mari 8. Februar 2016 at 12:03

    Super Zusammenfassung! Da ich mit einer Freundin zusammen wohne, die eine Fructose Malabsorption hat und eine zeitlang stark auf Fructose verzichten musste, habe ich mich mit dem Thema auch umfangreicher befasst. Aber schon vorher habe ich glücklicherweise festgestellt, dass die ganzen als gesund angepriesenen Zuckeralternativen genau das nicht sind. Ich persönlich verwende Süßungsmittel nach Geschmack, habe aber akzeptiert, dass sie letztendlich alle nicht gesund sind und höchstens noch ein paar positive Nebeneffekte haben. Agavendicksaft gehört für mich in Eistee, Ahornsirup auf die Pancakes und Honig esse ich zu allem anderen, was ich so süße. Weil ich ihn einfach vom Geschmack her lieber mag als Zucker. Im Kuchen benutze ich nach wie vor Rohrzucker, Rübenzucker oder eben weißen Zucker. Kuchen ist sowieso so ungesund, da ist mir das auch schon egal und ich finde es schmeckt einfach besser. Wir haben wegen meiner Mitbewohnerin auch schon Kuchen mit Traubenzucker gesüßt oder mit Reissirup und ich denke das ist Gewöhnungssache, schmeckt aber einfach anders. Abgsehen davon sind viele Süßungsmittel-“Alternativen” unverschämt teuer.
    Ich habe mal die Cola mit Stevia-Süße getrunken, die hat einen leichten Beigeschmack.
    Liebe Grüße
    Mari

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 11. Februar 2016 at 13:19

      Liebe Mari,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich glaube auch, dass jeder seinen individuellen Weg finden muss, mit dem er sich wirklich wohl fühlt. Ich finde es halt immer wieder erschreckend, wie viel Geld einige Leute für scheinbar gesündere Altenativen ausgeben, ohne sich wirklich darüber zu informieren.
      Liebe Grüße

  • Reply Katharina 8. Februar 2016 at 14:19

    Sehr interessant und super zusammengestellt! Ich habe mich bisher ziemlich zurückgehalten mit den Alternativen – ab und zu Honig, Ahornsirup, oder Datteln verwendet.
    Ich gebe Dir Recht: Zucker reduzieren ist wohl die beste Strategie. Bei den meisten Rezepten kann man gut und gerne nur die Hälfte der angegebenen Menge verwenden.
    Reissirup habe ich noch nicht probiert – klingt aber definitiv nach etwas, das ich mir mal genauer anschauen werde!

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 11. Februar 2016 at 13:22

      Liebe Katharina,
      ich glaube auch, dass es am besten ist, seinen Zuckerkonsum allgemein zu verringern, als einfach alles durch Altenativen zu ersetzen. Ich meke schon jetzt, dass sich mein Geschmackssinn tatsächlich verändert hat, und ich Dinge wieder als viel süßer wahrnehmen kann und das obwohl sie wesentlich weniger süß sind als so manche Dinge, die ich in den letzten Jahen gegessen habe.
      Liebe Grüße

  • Reply Snowqueen 8. Februar 2016 at 14:24

    Danke für diesen tollen Beitrag! Ich beschäftige mich auch gerade mit dem Thema und finde es wirklich spannend. Reissirup und Xylit muss ich unbedingt mal ausprobieren.

    Viele Grüße!

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 11. Februar 2016 at 13:22

      Ich wünsche di viel Spaß beim Ausprobieren 🙂

  • Reply Anni 8. Februar 2016 at 17:32

    Liebe Ann-Kathrin,

    danke für diesen tollen und informativen Artikel! Ich verwende seit einiger Zeit gar keinen Haushaltszucker mehr, sondern nur noch Agavendicksaft und in Gerichten mit Datteln – aber der Agavendicksaft ist ja anscheinende überhaupt nicht besser.. 🙁 Ich werde mich mal an diesen Reissirup rantrauen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Anni

    http://www.fashionfika.com

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 11. Februar 2016 at 13:24

      Liebe Anni,
      den Agavendicksaft kannst du wirklich gut durch den Reissirup ersetzen, da sie eine sehr ähnliche Konsistenz und Süßkraft haben. Datteln finde ich perfekt zum Süßen von rohen Leckereien. Da könnte man auch als Altenative Rosinen benutzen, die haben jedoch noch etwas mehr Fruchtzucker.
      Liebe Güße

  • Reply Lisa von Felis fidelis 8. Februar 2016 at 21:53

    Ein schöner Übersichtsartikel, danke dafür!
    Ich habe für mich noch nicht den perfekten Zuckerersatz gefunden… Xylit klang für mich bisher immer sehr gut, aber da das giftig für Hunde ist, kommt es mir nicht ins Haus. Honig nutze ich häufig als Alternative, aber ist eben doch sehr ähnlich…. es wird sich schon nochetwas finden *zuversichtlich ist*
    Liebe Grüße
    Lisa

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 11. Februar 2016 at 13:29

      Liebe Lisa,
      das stimmt, Xylit ist für Hunde tatsächlich gefährlich. Da sie eine andere Vestoffwechselung haben, kann ihr Körper mit Xylit nicht umgehen. Da sollte man wirklich vorsichtige sein, wenn man Hunde zu Hause hat.
      Liebe Grüße

  • Reply Moppis Blog - Aus Freude. 9. Februar 2016 at 13:45

    Ein sehr guter und informativer Beitrag, danke. Habe ihn auch auf FB geteilt.

    Ich verwende so gut wie keinen Zucker, da ich nicht backe. Aber ich war mal bei einem Backkurs und dort hieß es, beim Backen braucht man Zucker, da durch ihn auch der Kuchen gelingt und so wird, wie er werden soll. Mit Zuckerersatz-Stoffen wird er ganz anders von der Teigqualität. Zucker konserviert übrigens auch.

    Den Reissirup werde ich mir aber mal kaufen, ab & zu süße ich einen Smoothie oder Eierkuchen, dafür möchte ich das mal probieren.

    Viele Grüße,
    Moppi

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 11. Februar 2016 at 13:32

      Beim Backen mit Zuckerersatzstoffen muss man wirklich manchmal ein bisschen experimentieren, aber möglich ist alles 🙂
      Liebe Grüße

  • Reply Mary 15. Februar 2016 at 19:36

    Einen ganz tollen Beitrag hast du hier geschrieben. Ich beschäftige mich auch sehr viel mit dem Thema Ernährung und gerade über das Thema Zucker wird viel diskutiert.
    Ich selbst lasse industriellen Zucker komplett aus meiner Ernährung, Fertigprodukte jeder Art kommen bei mir nicht auf den Tisch. Wenn gesüßt wird, dann mit Süßstoff.
    Im Grunde gilt das richtige Maß zu finden 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Mary

  • Reply Julia 16. Februar 2016 at 10:56

    Hallo Ann-Kathrin,
    ein super gut zusammengestellter Artikel! Deine Quellen würden mich interessieren. Hast du da ein paar Links?
    Ich bin übrigens ganz deiner Meinung, dass es irgendwie verwirrend ist, das Agavendicksaft so gehyped wird. Eine Freundin von mir nutzt den auch oft und glaubt tatsächlich, ihre Desserts wären dadurch gesünder. Sehr merkwürdig. Da felhlt eindeutig das Wissen!

    Dass aber Reissirup so gut abschneidet, wusste ich gar nicht. Vielleicht auch für mich eine Alternative, muss ich mich mal nach umschauene. Da mir aber eigentlich der niedrige GI wichtig ist, habe ich Kokosblütenzucker sehr lieb gewonnen, um morgens meinen Kakao zu süßen.

    Mit den Zuckeralkoholen habe ich auch schon Erfahrungen gemacht. Erstaunlich, wie toll man damit backen kann! Waffeln und Kuchen sind super. Allerdings habe ich – wie du geschrieben hast – festgestellt, dass ich die nicht so gut vertrage. Mal sind die Austauschstoffe ok, aber so auf Dauer blähen die mich auf. Dazu kommt, dass Süßstoffe eigentlich ziemlich kontraproduktiv sind, wenn man auf Süßes verzichten will. Denn die geben dem Körper zwar das Signal “süß”, aber die vom Körper erwartete Stoffwechselreaktion bleibt aus, sodass der Körper in der Folge nur noch mehr – und natürlich am liebsten echte – Süße verlangt. Es kann also schnell passieren, dass man bei einem hohen Süßstoffkonsum mehr Lust auf Schoki & Co. entwickelt, weil man versucht, den Körper auszutricksen. Daher lieber ab und zu richtigen Zucker nutzen als ständig auf diese Alternativen zurückgreifen 😉 Das ist zumindest meine Devise und damit fahre ich ganz gut.

    Aber wie gesagt, danke für die Tipps – den Reissirup werde ich mal ausprobieren!

    Liebe Grüße
    Julia

  • Reply Jule 22. Februar 2016 at 22:15

    Hallo Ann-Kathrin,

    danke für den tollen Artikel… ich bin spätestens seit der Geburt unseres Sohnes ständig auf der Suche nach zuckerfreien Rezepten oder eben doch Zuckeralternativen. Mir ist bewusst das Zucker NICHTS “kann”, aber über die Alternativen hatte ich bisher das Gefühl überall was anderes zu lesen. Als ich bei Facebook einen Link zu dem Artikel “Agavendicksaft ist noch giftiger als Zucker” fand, wurde ich hellhörig. Leider kam der Artikel eher wie eine Verschwörungstheorie daher, aber was hängen blieb bei mir. Seit dem nehme ich den Agavendicksaft nicht mehr, auch wenn ich nicht richtig wußte warum. Als ich den Film “Alles ist verzuckert” gesehen habe, war ich noch deprimierter, dort kommt ja auch der Fruchtzucker so schlecht weg. Aber dort fehlten mir außer den Zucker wegzulassen, was ja wie du schreibst kaum möglich ist, wenn man nicht alles selber macht, da er ja überall “versteckt” ist, die Alternativen. Jetzt ist es mir auf alle Fälle klarer und speziell den Reissirup werde ich wohl mal probieren. Ansonsten schwöre ich seit einiger Zeit auf Datteln und natürlich Bananen oder Äpfel.

    Danke und liebe Grüße,
    Julia

  • Reply katya stahl 23. Februar 2016 at 22:51

    Wenn man an die schokolade denkt, carob ist eine gute alternative. Das sind gemalene jehannesbrotbaumschotten, die von natur aus süss und karamelig und schokoladig schmecken) wir nutzen es als kakaoersatz, was ja durch sein bitteres geschmak gesüsst werden ‘muss’, selbstgemachen schokolade, kakao und diversen rohkost schockoteilchen und kuchen)

  • Reply Corinna 12. März 2016 at 22:18

    Hallo liebe Ann-Kathrin
    wirklich spannendes Thema und sehr gut erläutert! Ich muss zugeben, dass ich bisland auch dachte, Agavendicksaft sei ganz gut als Alternative, wird es doch in Vegan for Fit und ähnlichen Büchern immer empfohlen statt Zucker zu nehmen. Hach, das ist schon alles nicht so einfach. Generell benutze ich eh nicht arg viel Zucker und habe auch mal ein paar Monate ganz strikt drauf verzichtet – tatsächlich war das Bedürfnis nach Süßem, Schoki etc. nach einer Weile komplett weg! Aber alles in allem war es dann doch zu restriktiv für mich. Naja alles in Maßen ist vielleicht der beste Weg. 🙂
    Alles Liebe,
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de/

  • Reply Anja 10. September 2016 at 23:56

    Wie schaut es denn beim Reissirup mit der Arsenbelastung aus? Die soll beim Reis ja recht hoch sein. Danke für den interessanten Artikel.

  • Reply Warum es bei uns keinen Zucker gibt - Munchkins Happy Place 26. Januar 2017 at 13:27

    […] „Zucker“ erfahren möchtet, dann habe ich hier ein paar passende Artikel für euch: Zucker und seine Alternativen – was ist wirklich gesünder? 7 Tipps für den Start in ein zuckerfreies Leben Wieviel Zucker braucht der Körper […]

  • Reply Juli 27. Juli 2017 at 8:27

    Wow, ein toller Artikel. Ich selbst nehme sehr gerne Stevia, allerdings nur in flüssiger Form, das Pulver schmeckt wirklich nicht so gut. Erythrit vertrage ich leider auch nur in geringen Mengen, das ist etwas schwierig.
    Was noch fehlt ist Splenda. Wenn vom Herstellungsprozess her auch nicht ganz umstritten, ist hier das auch eine sehr gute Alternative, die ich gerne verwende.
    Reissirup habe ich noch nicht ausprobiert aber das werde ich jetzt dank deines Artikel mal machen.
    Es ist wirklich spannend, wie unsere Vorstellung davon, was gut und gesund ist, von der Realität abweicht und ich finde toll, dass du das durchziehst. Ich habe auch schon eine Zeit lang zuckerfrei gelebt und bin dann irgendwann wieder in alte Muster zurückgefallen. Hier etwas essen mit Freunden, da eine ungesunde Kleinigkeit… aktuell bin ich wieder seit Kurzem dabei, darauf zu verzichten und es geht mir wieder viel besser damit.

    Viele Grüße

    Juli

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