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Aloe Vera ~ Wissenswertes & DIY-Ideen

23. Juli 2016

Es gibt so manche Pflanzen, denen sieht man auf den ersten Blick nicht an, was in ihnen steckt.
Auch die Aloe Vera Pflanze wirkt zuerst ganz unscheinbar. Doch wenn man sie sich genauer anschaut und erfährt, über welche wunderbaren Eigenschaften sie verfügt, sieht man sie direkt in einem anderen Licht.

Was die Aloe Vera Pflanze alles kann und wie ihr von den positiven Eigenschaften profitieren könnt, erzähle ich euch heute in meinem zweiten Beitrag der #kräutermamas

aloe vera heilpflanze diy beauty #kräutermamas 1
Ganz geklärt scheint die ursprüngliche Herkunft der Aloe VeraPflanze nicht zu sein, doch man vermutet, dass sie ihren Ursprung in den afrikanischen Ländern hat. Schon vor mehreren tausend Jahren waren sich die Menschen ihrer heilenden Eigenschaften bewusst und nutzen sie schon damals auf vielfältige Weise. Im Mittelalter wurde damit begonnen, die Pflanze extra in Klostergärten anzupflanzen, um von ihr profitieren zu können.
Heutzutage taucht Aloe Vera vor allem im kosmetischen Bereich immer wieder auf und hat sich dort in den letzten Jahren einen festen Platz gesichert.
Wenn wir über Aloe Vera sprechen, dann meinen wir in den meisten Fällen das gelartige, etwas schleimige Sekret, welches sich in den dicken, fleischigen und stacheligen Blättern der Pflanze befindet. Dieses Gel enthält den größten Teil der heilenden Wirkstoffe, seltener wird auch das gelbliche Harz der Pflanze verwendet.

aloe vera heilpflanze diy beauty #kräutermamas 2Was steckt in der Aloe Vera Pflanze?

Mit ihrer Vielzahl an positiven Inhaltsstoffen, die gemeinsam für die Wirkung der Pflanze sorgen, ist sie sowohl im kosmetischen, pflegerischen als auch heilenden Bereich sehr gefragt.
Unter der festen grünen Schicht verbergen sich neben Mineralstoffen (z.B. Magnesium, Selen, Zink, Eisen, Mangan und Calcium), Vitaminen (z.B. Vitamin B, Vitamin C und Vitamin E) und Enzymen auch eine Menge Aminosäuren (unter anderem 7 der 8 essentiellen Aminosäuren) sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Salicylsäure, Saponine, Lingine und ätherische Öle.

Die wohl bekannteste Wirkung des Aloe Vera Gels ist wohl die heilende Wirkung auf die Haut.
Nicht nur bei Sonnenbrand oder nach einem zu ausgiebigen Sonnenbad ist das Gel eine erfrischende und wohltuende Hilfe. Dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen, kühlt es die angegriffene Haut und sorgt für eine Linderung möglicher Schmerzen oder einem störenden Juckreiz. Auch bei durch Insektenstichen ausgelöstem Juckreiz kann dieser auf sanfte Weise mit dem Gel bekämpft werden.
Durch die enthaltenen Saponine und Tanine, die dem Gel eine antiseptische, antibakterielle, entzündungshemmende und reinigende Wirkung verleihen, kann Aloe Vera sehr gut zum Versorgen von Wunden,  sowie als zusätzliches Mittel gegen Bakterien und Viren verwendet werden.
Aber auch bei gelegentlichen Pickeln und sogar Akne kann das Gel kleine Wunder vollbringen. Weitere äußerliche Anwendung findet das Geld zudem unter anderem auch bei rauer Haut, Ekzemen, Schuppen, wunden Babypopos, Prellungen und Schmerzen.

Im kosmetischen Bereich wird Aloe Vera vor allem wegen der feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften verwendet. Als Zusatz in einer Vielzahl von Cremes, Duschgels oder Salben steht sie bei fast allen von uns zu Hause.

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Auch innerlich kann Aloe Vera verwendet werden. Bei der innerlichen Anwendung sollte man jedoch sehr bedacht vorgehen. Vor allem Schwangere und Stillende sollten Aloe Vera erst nach Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen oder in dieser Zeit ganz darauf verzichten.
Aloe Vera hat eine stark abführende Wirkung und wird im medizinischen Bereich vorwiegend gegen schwere Verstopfungen angewandt. Neben Verdauungsstörungen soll Aloe Vera sich auch positiv auf die Darmflora, den Blutzucker und den Cholesterinspiegel auswirken.

Praktische Anwendungen

Die einfachste Anwendungsmöglichkeit, die keinerlei Vorbereitung benötigt, kann bei Wunden und Sonnenbrand genutzt werden. Mit einem scharfen Messer schneidet ihr eines der Blätter ab und tupft die Schnittfläche mehrmals über den Tag verteilt auf die gereizte Hautstelle.

Um an das gelartige Innere der Pflanze ranzukommen, muss man die Blätter einzeln abschneiden und die grüne Haut entfernen. Dies funktioniert am einfachsten, indem man erst die stacheligen Ränder entfernt, dann die Unter- oder Oberseite des Blattes entfernt und das Gel im Anschluss mit einem Löffel oder Messer ausschabt. Statt einem Messer kann man z.B. auch einen Sparschäler benutzen, um die grüne Haut des Blattes zu entfernen.

Das Gel kann man entweder ganz natürlich verwenden (gegebenenfalls noch kurz pürieren, um eine angenehme Konsistenz zu erhalten) oder mit wenigen Zusätzen wie z.B. Tocopherol (Vitamin E ~ für eine längere Haltbarkeit) verfeinert werden.

Falls ihr wisst, dass ihr das Gel nicht sofort verwenden werdet, sondern euch einen kleinen Vorrat für mögliche Verletzungen oder Sonnembrand zulegen möchtet, dann könnt ihr das Gel in Eiswürfelformen füllen und einfrieren.

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Das reine Gel könnt ihr zum Beispiel als Augenbrauengel oder sanften Makeup-Entferner verwenden. Auch als grundierende und feuchtigkeitsspendende Gesichtspflege für tagsüber und nachts ist das pure Gel geeignet.

Als zusätzliche Pflege für euer Haar könnt ihr das Geld einfach eurem Shampoo hinzufügen. Bei Schuppen oder gereizter Kopfhaut kann das Gel auch direkt auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Nach ca. 1 Stunde Einwirkzeit könnt ihr es einfach mit Wasser ausspülen. Ganz nebenbei soll das Auftragen und Einwirkenlassen auf der Kopfhaut auch das Haarwachstum anregen.

In Kombination mit Mandelmilch und Zitrone lässt sich Aloe Vera ganz flott zu einem Gesichtsreiniger umfunktionieren. Hierfür mischt ihr 1EL Aloe Vera Gel mit jeweils 1TL Mandelmilch und Zitronensaft. Tragt die Mischung sanft auf euer Gesicht auf und spült es danach mit klarem Wasser ab.

In Verbindung mit Salz oder Zucker sowie Olivenöl lässt sich ein wunderbares Körper- oder Fuß-Peeling herstellen. Hierfür vermischt ihr 1EL Aloe Vera Gel mit 200g Zucker/Salz und ca. 170ml Olivenöl.

Auch für selbstgemachtes Rasiergel eignet sich das Aloe Vera Gel. Ein interessantes und recht einfach herzustellendes Rezept findet ihr hier.

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Die letzten Beiträge der #kräutermamas findet ihr bei Gänseblümchen & Sonnenschein (Der stinkende Storchenschnabel), Fräulein im Glück (Sommergetränke aus dem Blumentopf) und Mami Rocks (Wilder Thymian und Quendel)

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4 Comments

  • Reply Sarah 23. Juli 2016 at 20:12

    Ich mag eure Reihe gern und hab jetzt direkt Lust mir eine Aloe Vera Pflanze zu holen und meine Kosmetik mal selbst zu machen. Es ist bestimmt auch gut gegen Mückenstiche- zumindest zum Kühlen. Danke liebe Ann-Kathrin. LG Sarah

  • Reply Verena 24. Juli 2016 at 10:16

    Was ist denn der Unterschied zwischen dem gel und dem glibbersaft der austritt beim abschneiden ?

  • Reply Beauty-Focus-Eifel Annette 26. Juli 2016 at 6:37

    Aloe ist auch eines meine liebsten Wirkstoffe!
    So toll erfrischend und ein echter Feuchtigkeitsspender. Sehr schöner Bericht und toll DIY Beispiele!
    LG Annette

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