#montagsmindfulness Achtsamkeit Entspannung

#montagsmindfulness – Achtsamkeit zum Wochenstart

11. Juli 2016

Ein Thema, das für mich zu einem gesunden Leben dazugehört, habe ich auf meinem Blog bisher nur selten angesprochen: Achtsamkeit.
Das möchte ich gerne ändern und habe mir deswegen überlegt, #montagsmindfulness ins Leben zu rufen.
In dieser neuen Reihe möchte ich euch jeden Montag eine Übung, einen Gedanken oder auch eine Aufgabe mit auf den Weg geben als Anregung für euch, achtsam in die neue Woche zu starten.
Dieses Projekt ist nicht ganz uneigennützig – ich probiere sehr gerne neue Achtsamkeitsübungen oder Formen der Meditation aus, tendiere aber dazu, in der Hektik des Alltags nicht immer die passende Methode für mich zu finden.
Gemeinsam mit euch möchte ich den Weg in ein achtsameres Leben gehen.
Seid ihr dabei?

#montagsmindfulness achtsamkeit achtsamkeitsübungen meditation 4

Was bedeutet Achtsamkeit?

Eine richtige Definition dessen, was Achtsamkeit ist, kann ich euch nicht geben.
Ganz allgemein bedeutet Achtsamkeit, dass man im Hier und Jetzt ist. Es bedeutet, dass man all seine Gedanken und Gefühle und eigentlich jeden Augenblick des Lebens wahrnimmt und sich auf das konzentriert, was man gerade macht, ohne eine Bewertung mit einfließen zu lassen.
Es bedeutet, das Leben so zu nehmen, wie es ist, mit all seinen schönen und schrecklichen Seiten.

Für mich ist Achtsamkeit aber auch etwas ganz Individuelles, das sich für jeden ein bisschen anders anfühlen kann.

Achtsamkeit ist achtsam sein – eine Fähigkeit, die jeder Mensch in sich trägt.
Je regelmäßiger man achtsam ist, desto eher können sich die damit einhergehenden positiven Effekte verstärken.

#montagsmindfulness achtsamkeit achtsamkeitsübungen meditation 2Welche Wirkung kann Achtsamkeit haben?

Ein achtsames Leben kann eine Vielzahl von positiven Effekten haben. Allerdings solltet ihr nicht erwarten, dass das Durchführen von einer Achtsamkeitsübung direkt einen neuen Menschen aus euch macht und all eure Probleme automatisch verschwinden.
Es gibt positive Effekte, die man sofort spüren kann wie z.B. ein ruhigerer Atem, ein klarer Kopf oder ein Gefühl von Entspannung.
Bei regelmäßig angewandter Achtsamkeit können positive Gefühle verstärkt und Stress reduziert werden. Man kann allgemein entspannter werden und kann eine beruhigende Wirkung auf den Körper wahrnehmen. Stressigen Zeiten oder schwierigen Aufgaben gegenüber kann man sich eher gewachsen fühlen.
Man lernt sich selber besser keinen, seinen Körper, seine Gefühle & Gedanken und auch seinen Charakter. Man bekommt die Chance, sich selber anzunehmen und einen freundlichereren Umgang mit sich selbst zu erlernen.
Achtsamkeit hilft dabei sich zu fokussieren und sich von störenden Gedankenspiralen zu distanzieren.
Auch bei Depressionen, Angst oder Schmerzen kann es eine positive Wirkung zeigen, wenn man diesen Dingen mit einer achtsamen Haltung begegnet.
Nicht zuletzt kann es den Geist anregen und die intellektuellen Fähigkeiten steigern und mehr Gleichgewicht ins Leben bringen.

#montagsmindfulness achtsamkeit achtsamkeitsübungen meditation 1Ist Achtsamkeit für alle geeignet?

 Das könnt ihr nur rausfinden, wenn ihr es ausprobiert.
Es gibt bestimmte Krankheiten wie z.B. eine Psychose, bei denen Achtsamkeitsübungen nicht unbedingt sinnvoll sind. Auch bei Angststörungen oder Panikattacken kann es vorkommen, dass manche Formen der Achtsamkeit oder Methoden zur Entspannung schwierig oder ungeeignet sind. Welche das sind lässt sich pauschal jedoch nicht sagen. Wichtig ist, dass ihr euch wohl fühlt.
Ein Beispiel: viele Menschen machen tagtäglich sehr gute Erfahrungen mit progressiver Muskelentspannung. Für mich jedoch ist diese Methode absolut ungeeignet und fast schon grausam. Ich habe es einige Male probiert und bin jedes Mal zum gleichen Ergebnis gekommen: ich war angespannter und gestresster als zuvor.
In meinem Fall weiß ich, dass dies mit meiner Angststörung im Zusammenhang steht und es keinen Sinn macht, mich trotzdem dazu zu zwingen. Da es aber unzählig viele Möglichkeiten gibt Achtsamkeit und Entspannung in sein Leben fließen zu lassen, sollte sich für jeden ein passender Weg finden lassen.

#montagsmindfulness achtsamkeit achtsamkeitsübungen meditation 3Macht einen Gedankenurlaub

Für den Einstieg  in die neue Reihe habe ich mir eine ganz einfache Aufgabe überlegt, die auch denen, die sich bisher noch nicht mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigt haben, gelingen wird.

Bei dem „Gedankenurlaub“ geht es in erster Linie darum, den Alltag für einen kurzen Moment zu verlassen oder auch stressige Situationen zu unterbrechen.
Kennt ihr Situationen, in denen ihr vor lauter Stress, Anstrengung und Druck ganz unkonzentriert werdet und möglicherweise sogar aufgebracht seid oder Panik empfindet? Ihr wisst z.B., das etwas bestimmtes erledigt werden muss, ihr nur noch wenig Zeit habt um für eine Prüfung zu lernen oder ihr schafft es einfach nicht das neue Regal zusammenzubauen? Wenn ihr euch jetzt erst recht dazu zwingt weiterzumachen und euch nur der Gedanke durch den Kopf schwirrt, dass ihr fertig werden müsst, dann führt das in vielen Fällen nicht zu Erfolg sondern zu Frustration, Ärger und noch mehr Druck.
Eine kleine Pause kann in diesem Fall Wunder wirken.
Dieser Gedankenurlaub funktioniert aber nicht nur in richtig stressigen Situationen sondern auch im ganz normalen Alltag. Auch im alltäglichen Leben spürt man oft eine gewisse Anspannung, Hektik oder lässt sich von negativen Gedankenspiralen mitreißen – und der Körper freut sich über jede Pause und die Möglichkeit, etwas Kraft zu tanken.

Wenn ihr euch im Laufe der Woche in einer anstrengendes Situation befindet, dann probiert Folgendes aus:
Überlegt euch zuerst, was euch gut tun würde. Das kann eine Tasse Tee, Musik, ein Fußbad oder auch ein paar Sonnenstrahlen sein.
Stellt euch dann einen Wecker auf 10 oder 15 Minuten. Versucht euch in diesen 10-15 Minuten so gut es geht von der Situation, die euch gerade stresst, zu distanzieren. Das wird anfangs gar nicht so einfach sein. Etwas einfacher kann es euch fallen, wenn ihr eure Fantasie mit ins Boot holt. Stellt euch vor, dass ihr im Urlaub seid, weit weg von Zuhause und all den Alltagsproblemen. Stellt es euch nicht einfach nur vor sondern geht dabei richtig ins Detail. Malt euch euren Gedankenurlaub so genau aus, dass ihr das Gefühl bekommt, wirklich dort zu sein.
Ihr werdet merken, dass euer Körper sich entspannen wird, sich vielleicht ein leichtes Lächeln auf euer Gesicht legt und ihr euch nach dem Klingeln des Weckers mit klaren Gedanken wieder eurem „Problem“ zuwenden könnt.

Wenn ihr ganz mutig sein wollt, dann wartet nicht auf die stressigen Momente sondern kommt ihnen zuvor. Stellt euch jeden Tag zu einer bestimmten Uhrzeit euren Wecker. Sobald er klingelt hört ihr mit dem, was ihr gerade tut, auf und gönnt euch diese kleine Pause.

Gerne dürft ihr hier von euren Erlebnissen berichten, darüber würde ich mich sehr freuen.

PS: Wenn ihr keinen Beitrag von #montagsmindfulness verpassen wollt, dann könnt ihr gerne meinen Newsletter abbonieren oder meinem Blog auf Facebook oder Instagram folgen.

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3 Comments

  • Reply Katharina 11. Juli 2016 at 9:15

    Oh, das klingt sehr interessant! Das werde ich ausprobieren!
    Mir geht es so viel besser, wenn ich regelmäßig meditiere. Leider habe ich es bisher nie geschafft eine wirklich dauerhafte Routine zu etablieren…

  • Reply Nora Hodeige 11. Juli 2016 at 15:55

    Liebe Ann-Kathrin,
    das ist eine sehr schöne Sache mit dem #montagmindfulness. Achtsamkeit und Mediation sind so wichtig für uns, immer mehr, gerade in der heutigen Zeit. Schön, dass du auf deinem Blog ein wenig mehr dazu beiträgst, dass es überhaupt auch bekannter wird! Im Übrigen sind die Fotos wunderhübsch! Danke.
    Liebe Grüße, Nora

  • Reply Ruhrstyle 12. Juli 2016 at 8:20

    Liebe Ann-Kathrin,

    ich finde diesen Beitrag ganz großartig und auf weitere Beiträge dieser Art freue ich mich sehr. Gedankenurlaub mache ich auch immer, sobald ich merke, dass mir eine Sache nicht sofort gelingen möchte bzw. mich stresst und dadurch negative Stimmung in mir aufkommt. So eine kleine Auszeit wirkt dann wahre Wunder. Seit einiger Zeit bin ich in der Flüchtlingshilfe aktiv und meditieren hat mir an manchen Abenden schon sehr geholfen nicht wieder weinend ins Bett zu gehen, weil die Bürokratie uns oft das Helfen schwer macht.

    Viele Güße
    Rebecca

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