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Cremige Maronensuppe für kalte Herbsttage ~ vegan & glutenfrei

11. November 2016

Eigentlich gehören Maronen für mich ja eher in die Weihnachtszeit als in den Herbst. Und eigentlich gehören sie für mich auch eher in den Ofen als in den Topf.
Aber manchmal muss man auch einfach mal was riskieren, oder?
Deswegen landeten unsere Maronen diesmal, mitten im Herbst, im Topf.
Und da dürfen sie demnächst auch gerne nochmal hin – in Form einer cremigen Maronensuppe schmecken sie nämlich fantastisch.

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Früher habe ich die Maronen vom Weihnachtsmarkt geliebt. Und ich habe gar nicht verstanden, warum meine Eltern sie genau dort nicht kaufen wollten, sondern sich die Mühe gemacht haben, die Maronen selbst zuzubereiten. Als ich mir zum ersten Mal selber Maronen gekauft habe, habe ich es endlich verstanden: die, die man auf dem Weihnachtsmarkt bekommt, sind wirklich schweineteuer.

Ein gutes Stück günstiger findet man sie momentan in diversen Supermärkten. Und noch günstiger gibt es sie draußen in der Natur. Wir haben Glück, denn wir haben tatsächlich Zugang zu mehreren Esskastanien-Bäumen. Und noch mehr Glück haben wir mit unserer kleinen Tochter, die seit einiger Zeit im totalen Sammel-Fieber ist. Und so haben wir vor kurzem zur Abwechslung mal eine Tasche voll Maronen nach Hause getragen, und nicht, wie sonst, Steine, Stöcke und Eicheln.
Und daraus haben wir diese leckere Maronensuppe gezaubert.

esskastanien-maronensuppe-vegan-glutenfrei-zuckerfrei-3Naja, gezaubert ist vielleicht zu nett formuliert. Ich möchte euch nichts vormachen, eine Maronensuppe erfordert ein wenig mehr Einsatz als eine einfache Gemüsesuppe. Vor dem Genuss steht hier tatsächlich Arbeit an, genauer gesagt das Entfernen der Schale der Maronen.
Einfacher und schneller geht es mit schon vorgekochten Maronen – ich verzichte dann jedoch lieber auf die Plastikverpackung und mache mich selbst an die Arbeit.

Falls ihr nicht wisst, ob es in eurer Umgebung Esskastanien-Bäume gibt, dann schaut mal auf der Website von Mundraub vorbei. Dort werden euch nicht nur Kastanienbäume anhand einer Karte angezeigt, sondern auch eine Vielzahl von Beeren, Käutern und allerlei frei zugängliches Obst. Wir haben so schon so einige versteckt liegende Bäume und Sträucher gefunden.

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Wenn ihr zum ersten Mal nach Esskastanien Ausschau haltet, dann achtet darauf, dass ihr auch wirklich die richtigen Kastanien einpackt. Wer sich Kastanien noch nie genauer angeschaut hat, kann die Esskastanien leicht mit den nicht essbaren Rosskastanien verwechseln (daraus lässt sich übrigens prima Waschmittel herstellen).
Es gibt ein paar Merkmale, an denen sich die zwei Sorten auseinanderhalten lassen.
Die Rosskastanien haben eine eher runde Form, sind sehr glatt und es steckt (bis auf ganz seltene Ausnahmen) immer nur 1 Kastanie in der stacheligen Hülle.
Esskastanien haben meistens eine etwas flachere Seite, eine haarige Spitze und in den Fruchtbechern wachsen meist 3, manchmal sogar noch mehr, Kastanien heran.
Auf dem unteren Bild kann man die haarige Spitze ganz gut erkennen.

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Mit einem ganz einfachen Trick, kann man übrigens testen, ob die Esskastanien frisch sind, oder ob sie vielleicht schon verdorben sind.
Dazu nehmt ihr einfach eine Schüssel, füllt diese mit lauwarmem Wasser und gebt die Kastanien ins Wasser. Die Kastanien, die zu Boden gleiten, sind frisch. Dies Kastanien, die an der Oberfläche schwimmen, enthalten in den meisten Fällen Würmer oder sind schon vergammelt.

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Cremige Maronensuppe
Eine cremige, vegane und glutenfreie Maronensuppe.
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Zutaten
  1. 500g Maronen
  2. 500g Kartoffeln
  3. 10 Champignons
  4. 1 Zwiebel
  5. 1-2 Knoblauchzehen
  6. 600ml Gemüsebrühe
  7. Thymian
  8. Olivenöl
  9. Muskatnuss
  10. Salz und Pfeffer
Zubereitung
  1. In die bauchige Seite der Maronen mit einem scharfen Messer ein Kreuz schneiden.
  2. Alle Maronen in einen Topf mit kochendem Wasser geben und so lange kochen, bis die eingeritzten Stellen aufplatzen und die Maronen innen weich sind.
  3. In der Zwischenzeit die Kartoffel und Zwiebel schälen und vierteln, die Knoblauchzehen schälen und die Champignons säubern und in Scheiben schneiden.
  4. Einen Teil der Champignons mit etwas Olivenöl in einer Pfanne braten.
  5. Die gekochten Maronen schälen (und dabei auch die dünne braune Haut entfernen) und mit den Kartoffeln, den restlichen Champignons, Zwiebel, Knoblauch und der Gemüsebrühe in einen Topf/Schnellkochtopf geben.
  6. Einige Thymianstengel abstreifen und ebenfalls in den Topf geben.
  7. Nun so lange kochen, bis alles weich ist.
  8. Nach dem Kochen einen Schuss Olivenöl in den Topf geben und alles mit einem Pürrierstab mixen.
  9. Mit Muskatnuss, Salz & Pfeffer abschmecken und mit den gebratenen Champigons dekorieren.
Einfach grünlich http://einfach-gruenlich.de/

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2 Comments

  • Reply Elisabeth 17. November 2016 at 10:29

    Oh lecker! Ich liebe Maronen!
    Ich wusste gar nicht, dass man die auch einfach kochen kann, ich dachte, man muss sie im Ofen rösten – wieder was gelernt 😉
    Toll, dass ihr die Maronen selbst sammeln könnt.
    Ich habe jetzt große Lust auf deine Maronensuppe, die muss ich bald mal nachkochen!
    Liebe Grüße,
    Elisabeth

  • Reply Krisi von Excusemebut... 22. November 2016 at 19:28

    Eine sehr leckere Idee, und mir geht es gleich wie Elisabeth, ich dachte auch immer das Maronen nur geröstet werden;) Wieder was dazugelernt!=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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