#montagsmindfulness Achtsamkeit Entspannung

7 Tipps für eine entspannte Weihnachtszeit

12. Dezember 2016

Die Weihnachtszeit ist in vollem Gange, und es dauert keine 2 Wochen mehr, bis der Heiligabend an unsere Türen klopft.
Damit wir alle die Zeit bis dahin, die Feiertage selbst, aber auch die Zeit danach, so entspannt und ruhig wie möglich verbringen können, möchte ich heute meine liebsten Tipps für Enstpannung rund um die Weihnachtstage mit euch teilen.

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Seit wir vor kurzem von Belgien zurück nach Deutschland gezogen sind, und nun mitten in der Innenstadt wohnen, bekomme ich viel deutlicher zu spüren, wie stressig das Leben sein kann.
Ich spreche hier nicht von mir, sondern von all den Menschen, die schon seit ein paar Wochen wie gehetzt die Straße vor unseren Fenstern entlang laufen. Nur selten sehen ich ein Lächeln oder einen entspannten Ausdruck in ihren Gesichtern. Viel häufiger sehe ich Menschen, die mit einem angespannten Gesichtsausdruck und mehreren Tüten in beiden Händen tragend, sehr schnellen Schrittes das Weite suchen.

Aber auch ich selbst merke, dass ich mit den näher rückenden Feiertagen immer mehr unter Druck gerate bzw. mir in manchen Momenten wirklich der Kopf schwirrt. Haben wir alle Geschenke? Was essen wir an Weihnachten? Und warum steht dieser Weihnachtsbaum eigentlich immer noch nicht im Wohnzimmer?

Schluss damit! Es geht auch anders.

7-tipps-fuer-eine-entspannte-weihnachtszeit-6Mache dich nicht verrückt wegen der Geschenke

 Oftmals habe ich das Gefühl, dass die Geschenke mit der größte Stressfaktor in der Weihnachtszeit sind. Doch warum ist das so? Schenken sollte eigentlich Freude bereiten und auch die Wahl der Geschenke sollte nicht in Stress ausarten. Wir machen es schon seit vielen Jahren so, dass die engsten Verwandten, also Eltern, Geschwister, Nichten & Neffen, etwas bekommen, dass sie sich wünschen. Da fragen wir tatsächlich ganz konkret nach oder werfen einen Blick auf die Online-Wunschzettel. Zusätzlich, und auch für alle weiter entfernten Verwandten, gibt es selbstgemachte Geschenke. In den letzten Jahren haben wir Plätzchen, Pralinen, Granola, Marmelade, Badesalz uvm. verschenkt. Die DIY-Geschenke kommen generell super an und man muss nicht für jeden extra etwas besorgen.
Wie wäre es dieses Jahr mit selbsgemachter Mandel-Haselnuss-Schokocreme, zwei Sorten Badesalz oder einer eigens kreierten Teemischung (dazu werde ich in ein paar Tagen noch etwas schreiben) als Geschenk für Familie und Freunde?
Mindestens genauso schön ist es, gemeinsame Zeit zu verschenken. Verschenke doch mal einen Gutschein für ein gemeinsames Kochen und Essen. Oder einen Gutschein für einen ausgedehnten DVD-Abend inklusive Snacks.

Gönne dir eine Pause

 Ganz nach dem Motto „Wenn du es eilig hast, dann gehe langsam. Wenn du es noch eiliger hast, dann gehe einen Umweg“, solltest du, je stressiger ein Tag ist und je mehr du zu erledigen hast, mehr Pausen machen als sonst. Nehme wahr, wie gestresst du bist oder wie hektisch du reagierst und gönne dir eine kleine Auszeit. Nehme dir 10 Minuten Zeit, und trinke ganz in Ruhe eine Tasse Tee. Setze dich für 15 Minuten hin und schreibe alles auf, was dir durch den Kopf schwirrt. Lese ein Kapitel in einem Buch oder meditiere ein paar Minuten lang. Oder vielleicht probierst du es mal mit Zentangle.
Sei aufmerksam und nett zu dir selbst, und gönne dir diese kleinen Pausen.

7-tipps-fuer-eine-entspannte-weihnachtszeit-1Gehe raus an die frische Luft

 Wenn dir alles zu viel wird, dann verlasse deine 4 Wände und gehe raus in die Natur. Pack dich warm ein und gehe irgendwo hin, wo es ruhig ist. Das kann der Wald sein oder ein Park oder auch ein Ort, an dem du dich einfach wohl fühlst. Wenn um dich herum alles laut und durcheinander ist, dann kann das auf dein Innenleben abfärben. Genauso kann es dich jedoch auch innerlich beruhigen, wenn um dich herum Ruhe herrscht.
Einen Spaziergang kann ich dir übrigens auch an den Feiertagen empfehlen. Wenn du die Familienfeier nicht alleine verlassen möchtest, dann frag doch mal in die Runde, wer noch Lust auf ein bisschen frische Luft hat. Wir machen z.B. meist zwischen dem Essen und der Bescherung einen Familien-Spaziergang

Behalte deine gesunde Routine bei

 Vor lauter Terminen und Besorgungen hast du plötzlich keine Zeit mehr für deine Yoga-Einheit oder das gemütliche Schaumbad, das du eigentlich so liebst?
Versuche deine Routine und deine Rituale, die dich entspannen oder dir neue Kraft schenken, auch in stressigen Zeiten beizubehalten. Ich stehe an vollgepackten Tagen gerne mal 30 Minuten früher auf, um morgens trotzdem Zeit für eine kurze Yoga-Session zu haben. Und ich versuche mich auch in der Weihnachtszeit gesund zu ernähren. Investiere deine Zeit in die Dinge, die dir gut tun.

Setze Prioritäten und mache Kompromisse

 Dies ist ein Punkt, der mir oft gar nicht so leicht fällt – ich tendiere (leider) dazu, ziemlich perfektionistisch zu sein und mir viel zu viel vorzunehmen. Geht es dir manchmal auch so?
Gerade jetzt in der Weihnachtszeit, in der tatsächlich mehr auf dem Plan steht, als in all den anderen Monaten, versuche ich mir immer wieder zu sagen, dass ich nicht perfekt sein muss.
Viel stressfreier ist es, sich realisierbare Ziele zu setzen, und rauszufiltern, was einem wirklich wichtig ist.
Um den Überblick zu behalten, kannst du dir eine To-Do-Liste schreiben. Diese teilst du dann in verschiedene Prioritäts-Stufen ein. Höchste Priorität haben die Dinge, die wirklich erledigt werden müssen. Unterste Priorität haben die Dinge, die zwar nett wären, aber auch niemandem auffallen würden, wenn sie nicht da sind. Und vergesse beim Schreiben der Liste nicht, die Dinge mit der Realität abzugleichen. Du könntest natürlich auch alles der höchsten Priorität zuteilen, doch realisierbar wäre das wohl nicht.

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Nutze das Warten an der Kasse

 Gerade in der Weihnachtszeit steht man oft noch länger an der Kasse als im restlichen Jahr. Man könnte sich jetzt zwar darüber aufregen, und dem Stress noch mehr Platz geben. Doch man kann auch versuchen, diese paar Minuten sinnvoll zu nutzen. Ganz einfach geht das z.B. mit Atemübungen oder einer kleinen Atem-Meditation.
Du kannst zum Beispiel deine Aufmerksamkeit komplett auf deinen Atem lenken. Während du einatmest sagst du dir im Kopf „Ich atme ein“ und beim Ausatmen folgt „Ich atme aus“. Versuche dabei langsam zu atmen und im nächsten Schritt auch die Atempausen wahrzunehmen: Ich atme ein – Pause – ich atme aus – Pause – ich atme ein,…
Wenn du deine Achtsamkeit noch ein bisschen schulen möchtest, dann versuche noch genauer hinzufühlen: Atme ich langsam oder schnell, tief oder flach? Atme ich durch die Nase oder durch den Mund? Sind meine Lippen geschlossen oder leicht geöffnet?
Durch diese Selbstbeobachtungen schaltest du automatisch deine Umgebung ein kleines bisschen aus und lässt die möglichen Stressfaktoren gar nicht erst an dich herankommen.

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Führe ein Tagebuch

 Als Jugendliche habe ich es geliebt, in meine Tagebücher zu schreiben. Irgendwann fand ich es albern und habe damit aufgehört. Doch in den letzten Jahren ist mein Bedürfnis, Dinge aufzuschreiben, wieder stetig größer geworden – und das ist auch gut so.
Eine Tagebuch kann ganz vielseitig gestaltet werden. Du kannst entweder ein ganz typisches Tagebuch führen, indem du einfach täglich deine Gedanken zu Papier bringst.
Gerade in stressigen Zeiten kann es aber z.B. auch sinnvoll sein, ein Dankbarkeits-Tagebuch zu führen. Dort kannst du jeden Tag festhalten, wofür du an diesem Tag dankbar bist. Egal, wie anstrengend dein Tag war oder welche negativen Erlebnisse oder Gefühle du an diesem Tag hattest, du wirst trotzdem an jedem Tag etwas finden können, wofür du dankbar sein kannst.

 

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7 Comments

  • Reply Melanie von lalemie.de 13. Dezember 2016 at 12:36

    Hallo Ann-Kathrin,

    das sind wirklich tolle Tipps, ich versuche nun ein paar davon mal umzusetzen. Vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße Melanie von lalemie.de

  • Reply Sara "Was ich noch erzählen wollte" 13. Dezember 2016 at 16:00

    Super Ideen und vor allem eine sehr gute Geisteshaltung. Schade nur, dass dir die Menschen um dich herum so gestresst vorkommen – waren sie in Belgien wirklich entspannter? Klar sind die Menschen hier in Berlin auf den ersten Blick auch gehetzt und gestresst, aber ich kenne es gar nicht anders, daher fällt es mir normalerweise gar nicht auf. 🙂 Liebe Grüße, Sara von http://www.wasichnocherzaehlenwollte.de

  • Reply Janina 13. Dezember 2016 at 18:47

    Liebe Ann-Kathrin,
    ein sehr schöner Beitrag mit tollen Tipps! In der Adventszeit fällt es wirklich schwer ab und zu mal abzuschalten, aber ein paar Minuten Pause mit einem leckeren Tee und Plätzchen sollte man sich schon gönnen 😉
    Liebste Grüße, Janina von http://www.lebensbeat.com

  • Reply Tabea 13. Dezember 2016 at 19:51

    Geschenke sind meiner Meinung nach auch einer der größten potentiellen Stressfaktoren. Aber auch das Festessen und die Familienzusammenkunft können wegen der Planung in Stress ausarten.

    Ich verschenke echt gern Kleinigkeiten, um zu zeigen, wie wichtig mir meine Menschen sind. Da fange ich allerdings im Augst mit dem Einkaufen und Ideen sammeln an und mache auch einiges selbst (Mützen stricken, gebrannte Mandeln, Puddingmischung, Täschlein nähen), um Geld zu sparen 😉
    Die große Familienzusammenkunft fällt bei uns auch flach – meine Mama ist zwei mal getrennt. Also feiert mein Vater mit seiner neuen Familie und all den Leuten und schickt mir nur ein Geschenk und ruft an (400km Entfernung), der Vater meiner Halbgeschwister feiert bei sich mit der neuen Freundin und meinen beiden Halbgeschwistern, Oma lädt nur am 1. Feiertag zum Kaffee und Kuchen ein und Mama und ich gehen den Abend dann allein ganz entspannt mit Brot und Film an 😉

    Frische Luft hilft mir auch immer für einen freien Kopf und vor allem eine kurze Joggingrunde von 1-2 km wirkt Wunder 🙂

    Auch deine anderen Tipps klingen alle sinnvoll und nett, aber ich könnte mich wohl zu vielem, was zusätzlichen Aufwand macht oder Ruhe rein bringen soll, gar nicht durchringen. Daher bleibt es bei: Früher aufstehen für ausreichend Sport, gesund essen und auch mal Dinge aufschieben (Der Kleiderschrank will seit 3 Wochen aufgebaut werden…).

    Liebe Grüße

  • Reply Nila 14. Dezember 2016 at 8:55

    Zuerst einmal -> vielen Dank für diese Tipps <3 Adventzeit ist immer das, was ich selber daraus mache. Und ich glaube sagen zu dürfen: JEDER von uns kann mal den Gang ein bisschen zurückschalten und sich eine kleine Pause schinden, wo er nur für sich selber entspannen kann.
    Grins, bis auf das Tagebuch finde ich deine Tipps super. (*räusper* Tagebuch schreiben ist nicht so meins 🙂 )
    Ganz liebe Grüße und noch eine schöne restliche Adventzeit
    Nila

  • Reply Grüne Weihnachten! So wird’s ein ökologisches Fest – ÖkoHippieRabenmütter 15. Dezember 2016 at 12:17

    […] und auch nicht mit Holzspielsachen, die in Zeitungspapier eingepackt sind – sondern mit der Einstellung dahinter. Für uns stehen an diesen Tagen nicht materielle Werte im Vordergrund, sondern die Dankbarkeit […]

  • Reply Corinna 16. Dezember 2016 at 22:16

    Hallo Ann-Kathrin,
    ein wirklich sehr schöner Post, den ich gut unterschreiben kann (und auch mehr beherzigen sollte!). Die grimmigen Gesichter in Deutschland sieht man meiner Meinung nach aber leider fast das ganze Jahr über 😀 Das muss an unserer Nation liegen oder so, in den USA sind die meisten Menschen etwas entspannter und offener. Aber deine Tipps finde ich super, besonders den mit dem Zeit für sich nehmen und es etwas langsamer angehen lassen, gerade wenn man es eilig hat. Wie oft habe ich schon gerade dann, wenn es super schnell gehen muss, irgendwas vergessen oder runtergeworfen oder so und dann dauert alles noch viel länger XD
    Naja und frische Luft tut mir auch immer sehr gut. Ganz liebe Grüße und eine möglichst entspannte Vorweihnachtswoche! 🙂
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

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