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Brennnessel-Pesto mit Hanf und Walnüssen #kräutermamas

20. April 2017

Im Frühling beginnt nicht nur die Bärlauch-Saison, sondern auch die Brennnessel-Saison. Wärend Bärlauch allseits bekannt und in den Küchen beliebt ist, wissen viele gar nicht, dass auch Brennnesseln essbar und ziemlich lecker sind.
Heute gebe ich euch einen kleinen Überblick über die Eigenschaften von Brennnesseln und teile eines meiner liebsten Pesto-Rezepte mit euch.

Brennnesseln können ganz schöne Biester sein und dafür sind sie auch bekannt, denn den Namen trägt die Wildpflanze nicht ohne Grund. Wir alle haben wahrscheinlich schonmal die unangenehme Bekanntschaft mit den kleinen Brennhaaren gemacht, die sich auf den Brennnesseln befinden. Dementsprechend finde ich es gar nicht so verwunderlich, dass viele sich nichts vorstellen können, Brennnesseln auf dem Teller liegen zu haben geschweige denn diese auch noch zu essen.
Doch trotz ihrer prickeligen und brennenden Art, haben Brennnesseln einen hohen Stellenwert unter den Heilpflanzen und auch als Lebensmittel.

Traditionell eingesetzt werden Brennnesseln vor allem bei Erkrankungen der Harn- und Atmungsorgane, bei Magen-Darm-Beschwerden, bei rheumatischen Erkrankungen & Schmerzen sowie bei Stoffwechselstörungen. Ebenso kommen sie aber auch bei Haarausfall oder Blutarmut zum Einsatz. Brennnesseln wirken entgiftend & entschlackend, blutreinigend & blutbildend, harntreibend, verdauungsfördernd und entzündungshemmend.

Aber auch ohne irgendwelche Erkrankungen oder Beschwerden zu haben, können wir von Brennnesseln profitieren, denn sie haben unteranderem einen recht hohen Gehalt an Eisen, Kalium, Kalzium, B-Vitaminen sowie Vitamin C.

Als Heilpflanze werden die Brennnesseln vor allem in Form von Tee angewandt, den man in Apotheken, Reformhäusern, Bioläden oder auch in Drogeriemärkten finden kann.
Wer die Brennnesseln jedoch verzehren möchte, der muss selber tätig werden und sich, samt Handschuhen, auf die Suche begeben. Die Brennnessel-Saison beginnt im April und zieht sich bis in den Oktober. Die beste Zeit, um die jungen Blätter zu sammeln liegt zwischen April und Juni. Sinnvoll ist es, nicht in der Nähe von Straßen zu sammeln und eher die hohen Blätter als die, die tief am Boden wachsen, zu pflücken. Zuhause sollte man die Blätter mit Wasser abspülen und, um die Brennhaare unschädlich zu machen, mit einem Nudelholz über die Blätter rollen.

Zu meinen liebsten Brennnessel-Rezepten gehören Pesto, Suppen und Risotto.
Aber auch in Salaten, grünen Smoothies, in Kombination mit Spinat oder als Sirup kann die Wildpflanze verwendet werden.

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Brennnessel-Pesto mit Walnüssen und Hanf

Ein roh-veganes und glutenfreies Rezept für ein Brennnessel-Pesto

Autor Ann-Kathrin

Zutaten

  • 1 Handvoll Brennnesselblätter
  • 10 Blätter Bärlauch
  • 130 g Walnüsse
  • 30 g Hanfsamen geschält
  • 150 ml Olivenöl
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • Schuss Zitrone

Anleitungen

  1. Die Brennnesselblätter mit Wasser saäubern, auf die Arbeitsplatte oder ein Brett legen und mit einem Nudelholz einige Male über die Blätter rollen.

  2. Brennnesselblätter und Bärlauch zerkleinern.

  3. Alle Zutaten in den Mixer geben (die Walnüsse gegebenenfalls vorher hacken) und so lange mixen, bis eine cremige Masse entseht.

Rezept-Anmerkungen

Wer kein Bärlauch hat oder verwenden möchte, der kann einfach die doppelte Menge Brennnesselblätter verwenden oder den Bärlauch gegen Basilikum oder Rucola tauschen.

 Weitere Beiträge der #kräutermamas findet ihr bei Anja von Gänseblümchen & Sonnenschein, Birgit von Fräulein im Glück, Verena von Mami Rocks und Michaela von Little Bee.

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2 Comments

  • Reply Jenni 20. April 2017 at 19:13

    Liebe Ann-Kathrin,

    ich verbinde in der Tat sehr unangenehme Erinnerungen mit Brennnesseln – als Kind bin ich des Öfteren im Sommer in kurzen Hosen rücklings hineingefallen in ein riesiges Beet, das hinterlässt eine deutlich negativ konnotierte Prägung… 😀

    Aber letztens bin ich auch an ein paar von den Nesseln vorbeigekommen und habe mir gedacht, dass sie doch eine interessante Zutat für ein leckeres Pesto wären – und nun lese ich von deinem Rezept hier und stelle mir das sehr, sehr köstlich vor.

    Danke dir für die umgesetzte Idee und weiterführende Inspiration!
    Jetzt muss ich das Projekt definitiv demnächst einmal angehen! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Reply Stefanie 27. April 2017 at 15:57

    oh wow, klingt ja super. hab selber noch nie mit brennessel gekocht – hast du die denn einfach am feldrand wo gepflückt? schmeckt das besonders nach irgendetwas oder eher neutral?

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