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Meine achtsame Morgenroutine – so starte ich in den Tag

18. Juni 2017

Ich möchte euch heute einen kleinen Einblick in mein Leben geben, genauer gesagt in meine erste Stunde nach dem Aufstehen.
Seit ich eine (mehr oder weniger) feste Morgenroutine habe, komme ich nämlich nicht nur leichter aus dem Bett, sondern der ganze Tagesverlauf hat sich dadurch verändert.
Also, so starte ich in jeden Tag.

Eigentlich habe ich schon immer eine gewisse Routine am Morgen gehabt, denn schon als Kind habe ich mich am wohlsten gefühlt, wenn jeder Tag auf die gleiche Weise gestartet ist. Der Unterschied zu meiner heutigen Morgenroutine ist, dass ich damals eher die nötigen Dinge in einer bestimmten Reihenfolge gemacht habe, während ich heute auf eine Art und Weise in den Tag starte, die mir gut tut.

Die meisten Tage starten bei mir um 5:45 Uhr. Dieser Punkt hat mich anfangs ganz schon Überwindung gekostet, denn mit einem Kleinkind zuhause, das gerne mal die Nacht zum Tag macht, ist eigentlich jede Minute Schlaf wertvoll. Doch ich habe gemerkt, dass ein ruhiger und eigenbestimmter Start in den Tag, noch viel wertvoller für mich ist.
Mein Wecker brummt mich also um viertel vor 6 wach, und da ich die Erste bin, die aufsteht, schleiche ich mich leise aus dem Schlafzimmer raus. Nach einem kurzen Stop im Bad, wo ich auch mein Schilddrüsenmedikament nehme, gehe ich in die Küche.

Zuerst kommt nun mein Zungenreiniger bzw. Zungenschaber zum Einsatz. Das Reinigen der Zunge mit einem Schaber kommt ursprünglich aus der ayurvedischen Praxis und sorgt dafür, dass die Beläge, die sich über Nacht auf der Zunge bilden und in denen sich unteranderem Bakterien befinden, entfernt werden und somit nicht im Magen oder Darm landen.

Wenn meine Zunge sauber ist, nutze ich die nächsten Minuten zum Ölziehen. Das Öl wechsel ich immer mal wieder bzw. teste mich durch verschiedene Öle durch. Momentan benutze ich z.B. das Kräuter Mundöl von Hydrophil. Man kann aber auch einfaches Kokosöl oder Sesamöl verwenden oder sich selber ein Öl aus verschiedenen Zutaten mischen.
Während dem Ölziehen versorge ich unsere Stubentiger, bereite schonmal ein bisschen für`s Frühstück vor und lege meine Yogamatte aus. Als nächstes steht nämlich Yoga auf dem Plan.
Bevor ich mich auf die Yogamatte begebe, trinke ich meistens noch 1 Glas mit warmem Wasser und frischgepresstem Zitronensaft – das ist mein kleiner Wachmacher am Morgen.

Seit mittlerweile mehr als 6 Monaten übe ich jeden Morgen Yoga. Ok, es gab in den ganzen Monaten sicherlich auch 4-5 Tage, an denen ich tatsächlich nicht auf der Yogamatte stand, doch selbst an Tagen, an denen ich mich unmotiviert oder zu müde fühle, versuche ich mindestens 10 Minuten etwas für mich, meinen Körper und mein Wohlbefinden zu tun.
Früher habe ich zu ganz unterschiedlichen Zeiten Yoga geübt, habe es damals aber auch imemr wieder verschoben, weil ich nicht in dieser gewissen Routine war. Seit ich morgens Yoga praktiziere, ist es für mich gar nicht mehr wegzudenken.
An den meisten Tagen höre ich kurz in mich hinein um herauszufinden, was für eine Yoga-Sequenz mir gut tun würde, und suche mir dann ein passendes Video bei YouTube aus. Yoga mit YouTube-Videos ist sicherlich nicht unbedingt für jeden das Richtige, vor allem dann nicht, wenn man absolute Ruhe haben möchte, doch für mich ist es, zumindest momentan, perfekt.
Je nach Lust, Laune und Zeit praktiziere ich jeden Morgen 15-40 Minuten Yoga.

Nach dem Yoga mache ich das, was ich früher direkt nach dem Aufstehen getan habe: Ich schalte mein Handy ein. Ich checke kurz meine Mails, schaue bei Facebook und Instagram vorbei und schalte dann einen Podcast ein. Seit einigen Wochen liebe ich es, Podcats zu hören, während ich das Frühstück vorbereite. Es klappt zwar nicht jeden Tag, weil unsere Tochter (je nachdem wie lange ich Yoga gemacht habe) irgendwann zu mir in die Küche kommt, aber wenn es klappt, dann genieße ich es sehr.
Mit dem gemeinsamen Frühstück endet meine Morgenroutine dann auch schon wieder.
An manchen Tagen, z.B. am Wochenende, les ich gerne auch noch ein paar Seiten in einem Buch oder schreibe meine Gedanken auf, doch solche Dinge versuche ich momentan auch in meine Abendroutine zu integrieren (die noch nicht wirklich eine Routine ist). Und natürlich gibt es auch bei mir Tage, an denen von meiner Morgenroutine nur das Zitronenenwasser und 10 Minuten Yoga zum Einsatz kommen, weil die kleine Madame dann entscheidet, dass sie lieber von mir geweckt werden möchte, als von ihrem Papa. Gerade an solchen Tagen merke ich jedoch, wie wichtig diese Routine und der sanfte Start in den Tag für mich ist, und wie sie meinen gesamten Tag beeinflussen kann.

Wie startet ihr in den Tag? Habt ihr auch eine gewisse Routine oder fängt bei euch jeder Tag ganz anders an?

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4 Comments

  • Reply Jacky 18. Juni 2017 at 14:00

    Moin,
    deine Morgenroutine klingt total entspannend. 🙂
    Nur das um 5:45 Uhr aufstehen wäre wirklich nichts für mich. Dafür bin ich zu sehr Nachteule.
    Bewundernswert das du es geschafft hast dir eine so schöne Routine anzugewöhnen.
    Ich versuche schon länger eine Morgenroutine aufzubauen, scheitere aber an der Regelmäßigkeit.
    Hast du vielleicht einen Tipp wie man es schafft sich eine Routine anzugewöhnen?

    Liebe Güße,
    Jacky

    • Ann-Kathrin
      Reply Ann-Kathrin 7. Juli 2017 at 22:48

      Hallo Jacky

      mich hat es auch Überwindung gekostet, so früh aufzustehen, aber für mich lohnt es sich total.
      Bis sich der Körper an eine neue Routine gewöhnt, bzw. sie als etwas ganz Normales versteht, muss man ca. 3-4 Wochen am Ball blieben. Wenn der Körper sich erstmal daraug eingestellt hat, dann hat man den inneren Schweinehund besiegt 🙂
      LG

  • Reply Jasmin 18. Juni 2017 at 15:26

    Hallo,

    Deine Routine klingt wirklich toll und gut auf den Tag vorbereitend. Bislang habe ich oft abends Yoga gemacht oder zwischen drin. Das passt für mich aber noch nicht so richtig und inspiriert durch deinen Post möchte ich es nun mal morgens probieren. Hast du eine Empfehlung für Videos bei YouTube? Gerade die eher kurzen Videos unter 30 min würden mich interessieren 😊

  • Reply Sabrina 18. Juni 2017 at 17:41

    Bewundernswert! Meine Morgenroutine sieht so aus: geweckt vom Freund zwischen 5:00 und 5:30 (je nachdem, wie sein Tag beginnt), der auch das Frühstück gemacht hat, spaziere ich zuerst aufs Klo, danach geb ich meine Zahnschiene raus und schlurfe zum Frühstückstisch, um gemeinsam in aller Ruhe zu frühstücken. Danach werden die Zähne geputzt, die Haare frisiert, dann anziehen und schlussendlich Arbeitsstart. Mehr ist nicht. Bin aber auch immer fit und motiviert.

    Liebe Grüße

    Sabrina

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