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Meine Highlights der Innatex 2017

27. August 2017

Ich war vor ein paar Wochen in der Nähe von Frankfurt unterwegs und habe zwei Tage auf der Innatex verbracht, der größten internationalen Messe für nachhaltige Textilien. Heute möchte ich euch einen kleinen Einblick in mein Messe-Erlebnis geben und meine Highlights der Innatex vorstellen.


Nachdem ich der Einladung zur Innatex im Januar nicht folgen konnte, habe ich mich diesmal umso mehr auf die Messe gefreut. Und meine Erwartungen wurden sogar übertroffen. Stattgefunden hat die Innatex im Messecenter Rhein-Main im kleinen und idyllischen Hofheim-Wallau, ca. 30 Minuten von Frankfurt entfernt. Passend zu der Lage war auch die Stimmung auf der Messe und unter den Bloggern – entspannt, aufgeschlossen und mit sehr viel guter Laune verbunden. Kein Wunder also, dass ich mich sofort wohl gefühlt habe.

Das Bloggertreffen stand diesmal unter dem Motto „Nachhaltige Kindermode und artgerechtes Leben mit Kindern“. Den Anfang machte ein Vortrag bzw. Workshop, den die bezaubernde Sarah von „und eine Prise Liebe“ geleitet hat. Im Anschluss gab es einen weiteren Vortrag zum Thema „Artgerechtes Leben, Stoffwindeln und Windelfrei“. Nach einem leckeren Mittagessen (das nicht nur vegan, sondern auch glutenfrei und zuckerfrei war) haben wir den DesignDiscoveries einen Besuch abgestattet. Im Rahmen der DesignDiscoveries werden jedes Jahr besondere und junge Unternehmen vorgestellt, die zum ersten Mal auf der Innatex vertreten sind.
In diesem Jahr bestanden die DesignDiscoveries aus 7 Unternehmen: Bei Ava Organic gibt es ganz zauberhafte Kleidung für Babys und Kinder bis 2 Jahre. Magadi stellt seit 2 Jahren farbenfrohe Yoga-Bekleidung aus Bio-Baumwolle, Tencel und recyceltem Polyester her.

Das junge Modelabel Maheela hat sich auf Schals und Tücher spezialisiert, die in Nepal hergestellt werden und die Women`s Foundation Nepal unterstützen. Die niederländsiche Modedesignerin Rianne de Witte bietet zeitlose und monochrome Bekleidung für Frauen an. Bei Verena Bellutti habe ich faire und vegane Taschen, Rucksäcke und Accessoires gefunden, die komplett aus Reststoffen und Verschnittteilen von Planen gefertigt werden.
Und ganz besonders interessant fand ich die beiden letzten Labels der DesignDiscoveries, Wijld und Bohempia.

Bei Wijld gibt es unglaublich tolle Shirts, die zu 67% aus Holz gefertigt werden und sich, im Gegensatz zu einem Baum, richtig weich und geschmeidig anfühlen. Die Shirts bekommt man sowohl als Basics als auch mit Prints, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern entstehen. Die Shirts, die es für Frauen, Männer und Kinder gibt, werden alle in Europa hergestellt und wirken von Natur aus antibakteriell und temperaturausgleichend.


Bohempia lässt schon beim Namen durchblicken, welcher Rohstoff bei der Herstellung ihres Schuh- und Socken-Sortiments zum Einsatz kommt: Hemp, also Hanf. Ich finde Hanf in Form von Bekleidung ziemlich interessant und war direkt begeistert von den Schuhen. Bei dem tschechischen Label, welches 2016 gegründet wurde, findet man neben Sneakern für Frauen und Männer in den unterschiedlichsten Varianten, auch Socken, Shirts und Handtücher aus Hanf. Besonders an den Schuhen ist auch, dass die Sohlen, die aus Naturkautschuk bestehen, nicht geklebt oder genäht, sondern vulkanisiert werden, also an die Oberfläche aus Hanf geschmolzen werden.



Direkt gegenüber vom Bohempia-Stand bin ich auf das niederländische Label Studio JUX gestoßen. Ich besitze bereits ein paar Ringe aus dem Sortiment und musste direkt mal schauen, welche schönen Teile nächstes Jahr das Sortiment erweitern werden. Neben Schmuck bekommt man bei Studio JUX vor allem aber auch nachhaltige Kleidung für Frauen und Männer, Taschen, Beauty Produkte sowie Kleinigkeiten für den Haushalt.

 


Meinen nächsten Halt habe ich am Stand von Funktion Schnitt eingelegt. Ich bin ein großer Fan der Leinen-Shirts des Kölner Labels und habe mich dementsprechend sehr gefreut, als ich die neuen Farben entdeckt habe. Neben Leinen kann man bei Funktion Schnitt auch Shirts aus Bio-Baumwolle, Merino, Tencel, SeaCell und Kaschmir finden. Zudem wurde das bisher durchgehend einfarbig gehaltene Sortiment letzte Woche mit Baumwoll-Shirts im Streifen-Look ergänzt.

 Auch am nächsten Stand drehte sich alles um T-Shirts, genauer gesagt um die upmade Shirts von UpShirt. In einem interessanten Gespräch mit Maarja Kespaik konnte ich mehr über die Philosophie des Unternehmens erfahren, und ich bin durchweg begeistert. Die Stoffe, aus denen die Shirts für Frauen, Männer und Kinder hergestellt werden, stammen allesamt aus Überresten der Textilbranche, die für gewöhnlich einfach entsorgt werden. Für die UpShirts werden dementsprechend keine neuen Ressourcen verbraucht, stattdessen wird durch jedes T-Shirt 91% Wasser und 87% Energie eingespart.


Ein weiteres sehr interessantes und ausführliches Gespräch, hatte ich mit dem Gründer von goodsociety, einem 2007 in den USA ins Leben gerufenen Label, dessen Sitz sich heute in Deutschland befindet. Bei goodsociety dreht sich neben 100%iger Bio-Baumwolle und einem stetigen Blick auf Umwelt und Menschen eigentlich alles um Denim. Es gibt Jeans in den unterschiedlichsten Schnitten, Passformen und Farben wohin man auch schaut – da werde selbst ich, die am liebsten Kleider und Röcke trägt, schwach.


Nach fairen Shirts, Jeans und Schmuck habe ich an den 2 Tagen auf der Messe aber auch nachhaltige Unterwäsche, tolle Rucksäcke, ziemlich stylische Schuhe und Jacken gefunden.
Bei Grand Step Shoes habe ich nicht nur farbenfrohe Gummistiefel für Kinder entdeckt, sondern unter anderem auch Sommerschuhe mit einer Innensohle aus Bambus von VesicaPiscis Footwear und eine Schuh-Kollektion, die in Zusammenarbeit mit dem Künstler Daniel Arab entstanden ist.


Ein riesiges und vor allem kunterbuntes Angebot an nachhaltiger Unterwäsche habe ich bei comazo gefunden. Die comazo-earth Linie, die komplett aus Bio-Baumwolle gefertigt wird und fairtrade zertifiziert ist, umfasst neben Unterwäsche auch Nachtwäsche, Shirts, Leggings uvm. für die ganze Familie.


In der nächsten Halle (die Innatex verteilte sich auf 3 verschiedene Ebenen), fiel mein Blick direkt auf die Rucksäcke von zwei tollen Unternehmen. Zuerst habe ich am Stand von Mimmeko Halt gemacht. Die Rucksäcke, die gleichzeitig auch als Tasche verwendet werden könne, werden aus Cordura-Stoff hergestellt, der zum Beispiel auch für Motorradkleidung genutzt wird. Dadurch, dass der Cordura-Stoff besonders reißfest und abriebfest und zudem auch wasserabweisend ist, sind die Rucksäcke perfekt geeignet für die verschiedensten Gelegenheiten bei jeder Wetterlage.


Auch bei dem deutschen Label Melawear bin ich über ziemlich geniale Rucksäcke gestolpert. Die ansvar Rucksäcke gibt es in 3 verschiedenen Größen, werden aus Bio-Baumwoll-Canvas hergestellt und sind Fairtrade- und GOTS-zertifiziert. Mir hat es vor allem die kleinste Variante angetan, die nicht nur die perfekte Größe für Kinder hat, sondern locker auch von Erwachsenen getragen werden kann. Da die zwei größeren Varianten kleine Applikationen aus Leder aufweisen und alle Rucksäcke mit Bienenwachs imprägniert werden, sind sie jedoch leider nicht vegan.


Mit auf meiner Liste der Labels, deren Stände ich auf jeden Fall besuchen wollte, stand auch wunderwerk. Und an keinem Stand habe ich so viel gelacht wie an diesem, was definitiv mit dem unglaublich sympathischen wunderwerk-Team zusammenhing. Das Label wurde 2013 von den beiden Gründern Heiko Wunder und Tim Brückmann ins Leben gerufen und hat sich auf die Fahne geschrieben, nicht nur „organic“ zu sein, sondern „more than organic“. Das Sortiment ist modern, eher casual und dezent gehalten und überzeugt mit tollen Schnitten und sehr hochwertiger Qualität.


Kurz vor dem Ende der Messe bin ich noch auf zwei Labels gestoßen, die ich bis dato noch gar nicht auf dem Schirm hatte.
Seasalt Cornwall kommt, wie der Name schon erahnen lässt, aus England und lässt sich sowohl bei den Farben und Designs, als auch bei der Funktionalität der Kleidungsstücke von der Natur und den Gegebenheiten der nahen Umgebung inspirieren. Aufgefallen ist mir das Label vor allem durch die vielen schönen Kleider und die knallig farbenen Mäntel, die eine Art Markenzeichen von Seasalt sind.


Auch das österreichische Label ZERUM hat mich ziemlich begeistert, vor allem mit der Philosophie, die hinter dem Namen steht. Das noch recht junge Modelabel lässt alle Stoffe zu 100% in Österreich anfertigen und arbeitet für die Herstellung der Kleidungsstücke mit einem Partnerbetrieb in Ungarn zusammen. Im Sortiment von ZERUM findet man von Unterwäsche über T-Shirts und Hosen bis hin zu Schuhen, Schmuck und Brillen eigentlich alles. Um dieses Rundum-Paket anbieten zu können, findet man bei ZERUM unter anderem auch die tollen Flaschen von Soulbottles, Uhren und Sonnenbrillen von Kerbholz oder auch Schuhe von Natural World ECO.


Das waren meine Highlights der 42. Innatex.
Welche Labels kanntet ihr noch nicht bzw. welche Labels haben euch neugierig gemacht?

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1 Comment

  • Reply Corinna 9. November 2017 at 19:25

    Hey Ann-Kathrin,
    Habe deinen Artikel gerade erst durch Zufall entdeckt – sieht echt gut aus und das Schuhlabel Bohempia klingt ja echt sehr cool (hatte ich noch vorher gehört)! 🙂 Gehst du nächsten Januar auch wieder hin? Ich diesmal wohl schon. Würde mich sehr freuen, dich mal persönlich zu treffen!
    Liebste Grüße,
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

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