DIY Eco Lifestyle Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit im Badezimmer – Update

30. März 2019

Wie kann sich Nachhaltigkeit im Badezimmer bemerkbar machen? Und in welchen Bereichen gibt es wirklich praktische Alternativen zu Plastik und Co? Die Antworten auf diese Frage sehen wahrscheinlich bei jedem ein bisschen anders aus.
Wie es aktuell bei mir im Badezimmer aussieht, möchte ich euch heute zeigen.

Der Weg in ein nachhaltigeres Leben verläuft meiner Erfahrung nach nicht immer nur geradeaus und bergauf. Mal ganz abgesehen davon, dass immer wieder neue Themen auftauchen bzw. sich diese aus anderen Themenbereichen entwickeln, gehört für mich auch das Ausprobieren und das Eingestehen, dass sich manche Dinge einfach nicht passend anfühlen oder sich mit der aktuellen Situation nicht vereinbaren lassen, dazu. So gibt es in unserem Badezimmer z.B. weiterhin Produkte, die in Plastik verpackt sind. Das gefällt uns nicht unbedingt, ist momentan aber einfach so. Wir könnten uns nun natürlich deswegen stressen und auf Biegen und Brechen nach Alternativen suchen, doch seien wir mal ehrlich: nicht jede Haut mag jedes Pflegeprodukt, nicht alle favorisierten Produkte sind in Glas oder unverpackt zu bekommen und gerade mit kleinen Kindern in der Familie, gibt es auch mal andere Prioritäten.

Da ich aber jeden kleinen Schritt in die nachhaltige Richtung für wichtig halte, möchte ich euch heute nochmal ein kleines Update aus dem Badezimmer geben und euch die Bereiche zeigen, in denen mir die Umstellung auf nachhaltige, teils selbstgemachte Produkte, recht leicht gefallen ist.

Zahnpflege

Das Rezept für meine liebste DIY-Zahncreme auf Basis von Xylit, habe ich bereits vor einiger Zeit mit euch geteilt – sie ist weiterhin mein absoluter Favorit. Zwischendurch verwende ich aber auch gerne Zahnputztabletten, die es mit und ohne Fluorid gibt. Als Alternative zu Plastik-Zahnbürsten benutze ich schon seit einigen Jahren Zahnbürsten aus Holz. Super finde ich, dass es mittlerweile verschiedene Härtegrade gibt und man so ganz individuell schauen kann, welche für die eigenen Zähne passend ist.
Noch relativ neu ist meine selbstgemachte Mundspühlung. Diese besteht aus einer Mischung von Wasser, Natron, Xylit und Pfefferminzöl.
Zusätzlich verwende ich (momentan etwas unregelmäßig) ein Mundziehöl (nicht auf dem Bild zu sehen) und einen Zungenreiniger aus Edelstahl.


Haarpflege

Vor ca. 1,5 Jahren habe ich verschiedene Alternativen zu herkömmlichen Shampoos ausprobiert und darüber berichtet. Treu geblieben bin ich seitdem der Haarseife und meinem DIY-Trockenshampoo, welches aus Stärke, Kakaopulver und Pfefferminzöl besteht und nach After Eight duftet. Bei den Seifen probiere ich zwar immer noch gerne herum, greife aber meistens auf 3 verschiedene Seifen von Savion zurück, die für schnell fettende Haare geeignet sind.
Nicht auf dem Bild zu sehen ist der Apfelessig, den ich gerne als saure Rinse verwende. Dafür verwende ich einen ganz normalen Apfelessig aus dem Bioladen.

Rasur

Auch beim Rasieren kommt bei mir eine Seife zum Einsatz. Leider ist die Rasierseife auf dem Bild in Plastik verpackt gewesen, so dass ich da nochmal nach einer anderen Seife Ausschau halten werden. Das Rasieren mit einem Rasierhobel war zu Beginn schon eine Umstellung, mittlerweile ist es gar kein Problem mehr und geschnitten habe ich mich schon sehr lange nicht mehr. Richtig gut gefällt mir dieser Edelstahl-Rasierer von Leaf, da er einen beweglichen Kopf hat und es sich damit noch leichter rasieren lässt.

MakeUp-Entferner

Meinen DIY-MakeUp-Entferner verwende ich vor allem, um meine Augen abzuschminken. Das funktioniert am besten mit waschbaren Pads aus Baumwolle. Die kommen bei mir einfach mit in die 60 Grad Wäsche und sparen wirklich viel Müll ein. Ein kleiner Tipp sind schwarze oder dunkle Pads, da man bei diesen einfach keine Verfärbungen sehen kann, die bei meinen hellen Pads nicht zu verhindern waren.

Weitere Essentials

Mit eine meiner ersten Umstellungen auf eine nachhaltigere Alternative, waren meine Menstruationstasse und die Stoffbinden. Vor allem die Tasse empfinde ich als wesentlich angenehmer als Tampons. Die Stoffbinden kommen bei mir als zusätzliches Backup zum Einsatz und bei leichteren Blutungen nachts auch ohne die Tasse.
Nicht missen möchte ich zudem Creme-Deos. Bisher habe ich gekaufte Deos verschiedener Hersteller verwendet, möchte demnächst aber auch endlich mal eine Deocreme selber herstellen.
Für die Reinigung meines Gesichts probiere ich momentan eine Hanf-Seife aus, die vor allem auch bei Pickeln und Unreinheiten helfen soll. Zur leichten Pflege oder auch mal als Erfrischung bin ich großer Fan von Hydrolaten, wie z.B. dem Rosmarinwasser von Farfalla oder dem wilden Kamillenblütenwasser von der Maienfelser Naturkosmetik Manufaktur.
Noch recht neu bei mir im Badezimmer ist das Oriculi zur Reinigung der Ohren – das werde ich noch einige Male benutzen müssen um sagen zu können, ob es eine gute Alternative zu Ohrenstäbchen ist.

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Welche Umstellungen sind euch ganz leicht gefallen? Und in welchen Bereichen habt ihr noch keine nachhaltigeren Alternativen finden können?


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